Schisportwoche in Alta Badia vom 24.1. bis 30.1.2010
Leitung Heinz Schmid
27 Teilnehmer:
Günther Böwing, Waltraut Bormann , Hanne und Frank Bossert. Gregor Dudziak, Veronika und Manfred Eisenmann, Birgit Hölzel , Hildegund Kreitmeier , Ute und Herbert Leitritz, Gisela und Peter Milewski, Astrid Ohm, Renate Schäfer, Rottraud und Hans Schäfle, Heinz und Anke Schmid, Alexander Schwabe, Renate und Manfred Spielvogel, Heinz Steger, Dagmar Stemann, Margarete Tonnier, Irmlind Ulshöfer, Ruth Wieland und Bernd Jerabek, der Busfahrer der Fa. Steck und Schibegleiter.
Heute war wieder ein schöner Schitag: Wetter hat gestimmt, Pisten waren bestens, Friede im Gebälk. Jetzt freuen wir uns aufs gute Abendessen in unserem Hotel Serena in Pedraces. Vorher kann sich noch jeder in Schwimmbad und Sauna entspannen’ resümierte unser lebendiger und umsichtiger Organisator Heinz Schmid an jedem der 5 Schitage auf der Heimfahrt ins Busmikrofon. Seine hilfsbereite und geduldige Frau Anke und die Mehrheit der Ulmer Schihasen und -häsinnen stimmten ihm zu.
Bei mäßigem Wetter und bester Stimmung startete der Steck-Bus mit dem freundlichen Fahrer Bernd an der Steinernen Brücke. Flott ging’s über den Fernpass zur Pause beim Rasthaus Rosenberger im Inntal, dann via Brenner ins Pustertal, von dort unserm Ziel entgegen durch das Gardatal ins verschneite Schigebiet Alta Badia, wo man uns im schönen Familienhotel Serena in Pedraces freundlich empfing. Bernd schaffte es nur mit Mühe, auf dem Eis vor dem Haus den Bus heil auf den Standplatz zu bringen.
Wir waren in einem Gebiet angekommen, in dem man vorwiegend ladinisch spricht, aber meist auch deutsch und italienisch beherrscht. Die Elemente dieses Volksgemischs fanden Ausdruck in den vorzüglichen Speisen, die man uns kredenzte.
Eingeteilt in 3 Gruppen, die von Alexander, Bernd und Heinz geführt wurden, begannen wir das weitläufige und leichtere Schigebiet Kronplatz oberhalb von Bruneck unter unsere Kanten zu nehmen, um richtig in Fahrt zu kommen.
Es folgte die fordernde und vergnügliche Sella Ronda, die um den Gebirgsstock Sella herumführt, beginnend in Corvara im Gegenuhrzeigersinn übers Grödner Joch und Wolkenstein im Grödnertal, am malerischen Langkofel vorbei übers Sellajoch, dann südlich des Sellastocks über Arabba, Passo Campolongo nach Corvara zurück. Die erste schnelle Truppe mit Alexander schmolz zu einer Kleingruppe zusammen; bedauerlicherweise verletzte sich Veronika und andere wechselten in die gemäßigte Gruppe von Heinz.
Am dritten Tag waren wir fit für den 3343 m hohen Gletscherriesen Marmolata. Vom Passo Campolongo lifteten wir über Arabba, Passo Padon und einer traumhaften langen Schussfahrt nach Malga Ciapela, von wo uns eine Gondelbahn in atemberaubender Höhe in wenigen Minuten 1900m in die Höhe hievte. War es die Höhe, die eisige Kälte oder die schattenbedingte schlechte Sicht, dass die Abfahrt nicht allen leicht fiel? Dringend Rast suchend fielen wir in die Fedaia Hütte im Tal ein, wo uns die obligate Knödelsuppe, Minestrone, Kaffee und Tee wieder aktionsbereit machten. Die Gruppe von Bernd hatte es vorgezogen, bei Sonne in niedrigeren Gefilden vergnüglich auf der Sella Ronda zu bleiben.
Am nächsten Tag begleitete der Südtiroler Guide Paul alle gemeinsam auf die Gebirgsjäger-Schitour rund um die im ersten Weltkrieg umkämpften Berge, über die die Front zwischen Italien und Österreich verlief, insbesondere um den berühmten Col di Lana, dessen Gipfel als kriegerische Maßnahmen damals gesprengt wurde.
Als angenehmer Schibegleiter ließ er uns vom Passo Campolongo starten, weiter ging’s auf und ab bis Arabba und Malga Ciapela am Fuße der Marmolata. Nach einer längeren Fahrt mit dem Schibus bis Alleghe durch das Tal, aus dem die meisten Eisverkäufer Deutschlands kommen und sich im Winter dort aufhalten, ging’s hoch in die zauberhaften Schihänge der Civetta und vom Falzaregopass aus zum Lagazuoi, von wo eine letzte Abfahrt bei Eiswind uns in St. Cassian im Alta Badia ankommen ließ. Bei rot glühendem Bergpanorama mit leuchtendem Vollmond stolperten wir ins Hotel, wo wir an diesem Abend noch Astrids Geburtstag feierten.
Am geruhsameren Abschlusstag bewegten wir uns um den Hausberg von Corvara, den Piz Boe`. Manfred und Veronika mussten heimwärts fahren. Ute erkannte bei der Rast in der Negerhütte die in einem mitgebrachten Fotoalbum ihrer Mutter festgehaltenen Erinnerungen von 1939 an einen Urlaub von Berlin aus. Gisela, Birgit, Anke, Rottraud und Irmlind wärmten sich im ausgezeichneten Rif. Cherz bei Cappuccino und Tee. Dagmar inspirierte mit ihren mit Waldhimbeerschnaps gefüllten Schistöcken zum Einkehrschwung auf der Piste. Am späten Nachmittag wurde in der Bar „Underground“ in Corvara schlemmend Abschied gefeiert.
Dr. Rottraud Schäfle

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